Krippenbau Anfang

„Bau das erste Haus für deinen Feind,
das zweite Haus baue für einen Freund,
erst das dritte Haus baue für Dich!“

Krippenbau als Hobby

Bau meiner ersten Krippe

Das sah ich einmal auf einer Tafel und dieser Spruch begeisterte mich, da so viel Klar- und Wahrheit darin liegt. Erst nach der vorläufigen Fertigstellung meiner ersten Krippe erinnerte ich mich wieder an diesen Spruch, als mir mit der Erfahrung aus diesem Bau so manches auffiel, was ich besser machen hätte sollen.

Meine erste Krippe habe ich vor mehreren Jahren gebaut, einfach deshalb, weil ich für Weihnachten eine eigene Krippe haben wollte. Die Figuren machten den Anfang, die ich geschenkt bekam. Keine handgeschnitzten, sondern aus irgendeinem Stoff gegossen und gefärbelt. Ausreichend genug, um mir mit meiner ersten Weihnachtskrippe die nächsten Weihnachten hindurch zu verschönern.

Aber zurück zur ersten Krippe, die ich in meinem Keller auf einem Tisch mit etwa 100×60 cm ohne jede Vorkenntnis nach eigenen Vorstellungen baute. Als Vorlage diente mir ein Bild aus dem Katalog vom Freilichtmuseum Stübing in der Steiermark. Als „Stampfe und Mühle aus Winkl-Boden bei Pöllau in der Steiermark“ war dieses abgebildete Gebäude bezeichnet. Zuerst wurde das Maß bestimmt und dieses Modell aus Papier und Karton geschnitten, um mir ein realistisches Bild der zukünftigen Krippengröße zu geben. Die Heilige Familie wurde dann postiert und so sah ich, daß die vorgesehene Größe paßt.

Umbau einer bestehenden Krippe

Erste Krippe nach der Erweiterung

Der nächste Schritt war der in einen Baumarkt, wo ich mir aus den Plattenzuschnitten eine 3-fach verleimte Platte in der Größe von etwa 40×30 cm heraussuchte, die mir wegen der kleinen Ausmaße sogar geschenkt wurde. Anschließend ging es in den Wald, wo ich von Birken etliche Zweige schnitt, alle so um einen knappen Zentimeter stark und wieder zurück in meinen Keller. Die Zweige wurden nun mit der Baumschere auf eine Länge von gut 15 Zentimeter und etwa 20 Zentimeter geschnitten. Auf die Grundplatte zeichnete ich die Grundausmaße meiner entstehenden Krippe und nun wurden die Zweige als quasi Mauer aufgeschichtet und verleimt. Jede 3. Reihe wurde mit einem feinen Bohrer von oben nach unten in die Zweige gebohrt und ein passender Nagel geschoben. So ging es – natürlich immer wieder dazwischen die Trockenzeiten des Leims betrachtend – Zweig für Zweig bis auf 12 Zentimeter Höhe an den  Längsseiten, natürlich vorne die Toröffnung freigelassen, die Fenster schnitt ich mit der Laubsäge kurzerhand heraus – oh weh! ich hatte auf die Nägel nicht geachtet und so wurde mein „Heim“ instabil. Eine Korrektur brachte diese dann wieder zurück (wie sagt man auf typisch deutsch: „learnig by doing“)!

Ja, nach gut 8 Wochen fast täglicher Arbeit, manchmal grad 1 Stunde nur, war die Krippe, ein freistehendes Haus mit Krippenfiguren, fertig und konnte mein weihnachtliches Heim erstmals schmücken.

Damit war meine erste Krippe aber noch lange nicht fertig, denn schon  im Jänner des folgenden Jahres begann ich mit der Erweiterung, die Grundplatte wurde auf etwa 60×40 cm vergrößert und das Gelände geformt. Ein Zaun sollte die Krippe dann auch noch schmücken, ein Holzstoß, ein Leiterwagen, ein Wasserfaß und noch allerlei Dinge fanden rund um die Krippe nun Platz. So wurde die Krippe bei einer Krippenausstellung im Salzkammergut präsentiert, mittlerweile sogar mit eigenen, handgeschnitzten Figuren!

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